Umzug, Weinkeller, Wein, Tipps, Transport, Bottled Grapes

Beim Umzug: So bleiben die Schätze aus dem Weinkeller unversehrt

Ein Umzug zerrt per se ja schon kräftig an den Nerven. Für Weinliebhaber, die auch noch edle Tropfen sammeln, ist es oft sogar Horror pur. Aber keine Panik! Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Gehen wir also die Herausforderung an.

Streng genommen bin ich momentan fein raus. Obwohl ich gerade frisch umgezogen bin, musste ich mir um meine größten Weinschätze keine Sorgen machen. Dank Großstadt und Mietwohnung und damit einhergehenden Keller, der für Weine gänzlich ungeeignet ist, liegen meine edelsten Tropfen eh schon ausgelagert in einem sogenannten Weinstorage. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass auch unser Weinlagerschrank zuhause pickepacke voll ist und mit umziehen musste. Da macht man sich ja dann so seine Gedanken. Und fängt an zu recherchieren.

Jemand mit einem eigenen Haus und einem dazugehörigen Weinkeller wird wohl nicht so schnell in die Verlegenheit kommen, umzuziehen. Sollte das trotzdem mal der Fall sein, würde ich meine Schätze nicht einem Umzugsunternehmen, sondern einer Spedition anvertrauen, die sich auf den Weintransport spezialisiert hat. Vor allem, wenn im Weinkeller echte Werte lagern. Da sollte man nicht zu knauserig sein.

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Beim Umzug ins neue Zuhause will einiges bedacht sein ©congerdesign/Pixabay

Sicher verpackt ist schon halb umgezogen

So ein großer Weinkellerumzug kommt allerdings nun wirklich nicht häufig vor. Bleiben wir also bei der guten alten Mietwohnung. Hier ist Timing zunächst einmal alles. Der Weinschrank wird als letztes ausgeräumt – und als erstes wieder eingeräumt. Normale Umzugskisten sind natürlich denkbar ungeeignet für Weinflaschen. Hier lohnt es sich, ein wenig voraus zu planen und beim stationären Weinhändler des Vertrauens schon Wochen vorher immer mal wieder Weinkartons zu schnorren, wenn man sich nicht dank eigener Kaufkraft bereits ein kleines Depot zugelegt hat.

Um ganz sicher zu gehen, können die Flaschen übrigens zusätzlich auch noch in Packpapier oder Luftpolsterfolie verpackt werden. Umzugsunternehmen geben außerdem auch noch gerne den Tipp, besonders wertvolle Weine in Styroporboxen zu transportieren. Aber bitte immer schön an die Polsterung denken!

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Je älter der Wein, desto vorsichtiger sollte man beim Umzug sein ©jraffin/Pixabay

Kommunikation ist alles

Egal, ob man seinen Umzug nun mit privaten Helfern oder einem professionellen Unternehmen macht: Kommunikation ist alles! Rotes Flatterband bzw. Warnetiketten mit „Bruchgefahr“ oder „Vorsicht Glas!“ oder „Vorsicht zerbrechlich“ helfen dabei, dass die Umzugsbeteiligten mit dem jeweiligen Karton vorsichtiger umgehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es auch nicht schadet, den Möbelpackern vorab zu sagen, dass einem die Weine echt wichtig sind. Sehr simpel, ich weiß. Aber trotzdem effektiv.

Dass man auf dem Weg zur neuen Wohnung darauf achten sollte, dass die Weine nicht allzu dolle durchgeschüttelt werden, versteht sich irgendwie von selbst. Zumal das ja auch Möbel und Co. nicht so gerne mögen. Viel wichtiger sind da die Begleitumstände. Womit wir bei der Temperatur wären.

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Wenn der Weinkeller voll ist, wird der Umzug meist mühsam ©distel2610/Pixabay

Umzug mit Wein: Achtet auf die Temperaturen

Nicht nur für den Wein, sondern auch für den Menschen an sich, ist die beste Umzugsjahreszeit wohl der Frühling. Dicht gefolgt vom Herbst (hier kann es halt öfter regnen, was jetzt nicht dem Wein, aber dem Menschen etwas ausmachen könnte – es sei denn, der Wein landet versehentlich in einer Pfütze). Winter und Sommer sind da kritischer. Im Winter kann es oftmals zu kalt sein. Viel schlimmer ist indes aber der Sommer mit seiner Hitze. In so einem Umzugswagen staut sich die Temperatur – und das ist für Wein durchaus gefährlich. Stichwort: Hitzeschaden. Und glaubt mir: sowas möchtet ihr dann nicht mehr trinken. Ich hatte neulich erst einen Wein im Glas, der während der letzten Hitzewelle versandt wurde und aufgrund der hohen Temperaturen im Transportfahrzeug futsch gegangen ist. Das war alles andere als eine Gaumenfreude.

Deswegen ist es sehr sinnvoll, bei einem Umzug immer auch die Temperaturen im Blick zu haben. Und darauf zu achten, dass die wertvollsten Weinkisten oder Kartons nun nicht gerade in der prallen Sonne herumstehen während sie darauf warten, ausgepackt zu werden. Was uns zum letzten Punkt bringt: habt Geduld. Nach einem Umzug ist es weniger ratsam, als Belohnung gleich mal eine gute Flasche zu entkorken. Lasst euren edlen Tropfen lieber ein paar Tage Zeit, damit sie wieder zur Ruhe kommen und sich an ihre neue Umgebung gewöhnen können. Bei Flaschen, die schon ein paar Jahre länger lagern, wird das Depot während eines Umzugs etwas bis etwas mehr aufgewirbelt. Das schadet dem Wein zwar nicht, aber so ein Depot braucht eben ein paar ruhige Tage, damit es sich wieder setzen kann. In diesem Sinne: Habt einen schönen und vor allem sicheren Umzug!

Copyright Titelbild: ©phideg/Pixabay

*Dieser Text erhebt wahrlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich als kleine Hilfestellung dienen.

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