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Welcher Wein zu Pilzgerichten?

Steinpilze, Pfifferlinge, Morcheln, Wald- oder Wiesenchampignons, Maronen, Hallimasche oder Herbsttrompeten – es ist Pilzsaison. Ob nun eigenhändig im Wald gesammelt oder selbst auf dem Markt gekauft. Auch Pilzrezepte gibt es derzeit in Hülle und Fülle – eines leckere als das nächste. Aber welcher Wein empfiehlt sich zu welchem Pilzgericht?

Machen wir uns nichts vor: selbst der größte Liebhaber wird Pilze meistens nur als Beilage essen. Die Hauptkomponente ist in der Regel ein Stück Fleisch. Und genau das bestimmt dann aufgrund des dominierenden Geschmacks, welcher Wein zu dem jeweiligen Gericht serviert wird. Ausnahme: es wird eine fancy Soße dazu gekocht, die vom Geschmack derart einzigartig ist, dass sich gefälligst alles um sie zu drehen hat. Kann ja auch mal vorkommen.

Wobei ich an dieser Stelle mal den Pilz an sich als Hauptkomponente im Essen ganz, ganz hoch halten muss. Da gibt es nämlich eine derartige Aromenvielfalt – herrlich! Hinzu kommt, dass Pilze und Wein einfach eine richtig, richtige tolle Kombi sind. Vor allem, wenn es um Weißwein geht. Welcher Wein letztlich passt, hängt natürlich vom Pilz selbst ab. Aber auch von der Zubereitungsart. Meistens brät man die Pilze ja einfach mit Zwiebeln und vielleicht etwas Speck (nicht zuviel, damit die schönen feinen Pilzaromen nicht überdeckt werden) in der Pfanne. Brutzelt ihr kräftige Mischpilze, kann ein fülliger Weißwein mit dezenten Aromen ganz hervorragend passen. Mild und fein sollte der Charakter sein, wenn es sich bei der Mischung um reine Waldpilze handelt. Hier kann übrigens ein gereifter Weißwein, der das Erdige der Waldpilze herausarbeitet, auch ganz fantastisch passen.

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So Lecker: Pilzpfanne ©JerzyGorecki/Pixabay

Pilze und Wein – eine tolle Kombination

Ich persönlich bin ja eine Memme und sammle deswegen auch keine Pilze im Wald. Das ist mir zu tricky und riskant, da ich mich so gar nicht auskenne. Deswegen kommen bei mir nur Pilze auf den Tisch, die ich auf dem Markt gekauft habe. Dort wiederum ist die Auswahl nicht ganz so groß wie in der Natur selbst. Am häufigsten käuflich zu erwerben derzeit: Steinpilze, Kräuterseitlinge und Pfifferlinge. Und vielleicht noch Maronen. Bei denen geht eigentlich immer Weißburgunder. Gerne weniger fruchtbetont und etwas gehaltvoller. Einen feinen Chardonnay ohne viel Holz, eben einen leiser Vertreter seiner Art, kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen. Je nachdem halt, wie kräftig das Gericht gewürzt ist. Denn zu sehr rustikalen Steinpilzen kann sogar ein Rioja passen. 😉

Wird rege gebraten, ist auch ein frischer Riesling nicht schlecht. Die knackige Säure ist oft ein toller Gegenpol zum Öl oder der Butter. Ein fruchtiger Riesling hingegen macht sich recht gut, wenn die Pilze mit einer Sahnesoße kombiniert und zu Knödeln serviert werden. Wenn es sich um Pfifferlinge in der Soße handelt, mache ich persönlich auch gerne mal einen fruchtigen Silvaner auf. Passt super. Und dann gibt es ja noch diverse Rahmsüppchen rund um den Pilz. Da greife ich dann meist wieder zu einem Weißburgunder, wobei auch ein Grauburgunder prima ist. Nur bitte nicht ganz so viel Holz dabei. Das wäre vielleicht etwas zuviel im Mund. Was aber schmeckt, entscheidet eh jeder für sich selbst. Aber vielleicht konnte ich euch hier ja ein paar Anregungen geben.

Copyright Titelbild: ©meineresterampe/Pixabay

*Dieser Artikel ersetzt wahrlich keine Beratung durch einen Sommelier und erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

2 Gedanken zu “Welcher Wein zu Pilzgerichten?

  1. ..völlig d’accord! Nur eine vielleicht nicht so ganz alltägliche Empfehlung noch aus meiner persönlichen Erfahrung zu Gerichten, bei denen die Pilze geschmacksbestimmend sind: bei sahnegeschwängerten Sachen z.B. auch ein oxidativ ausgebauter Savagnin (oder auch Chardonnay) aus dem Jura (okay, ein bißchen freakig, ich geb’s zu!), ohne Sahnezeugs paßt auch ein brut nature-Blubberwasser sehr gut!

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